Die für Januar geplanten “Plötzenseer Tage 2022″ konnten leider nicht stattfinden. Zur Zeit suchen wir nach einem neuen Termin im Sommerhalbjahr.
Wir werden rechtzeitig einladen.

Noch vor Kurzem war kaum jemandem bekannt, dass es auch in Charlottenburg-Nord in der NS-Zeit Zwangsarbeiterlager gegeben hat. Erst im Zuge der Recherchen für den „Pfad der Erinnerung“ fanden sich entsprechende Hinweise in Dokumenten und auch in Erinnerungen von einigen Anwohnern.
Auf dem Gelände der heutigen Paul-Hertz-Siedlung gab es große Barackenlager der benachbarten Siemens-Schuckertwerke (SSW). Anfang der 1940er-Jahre war fast die Hälfte der Arbeiterinnen und Arbeiter bei den SSW zwangsweise beschäftigt: Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus besetzten Gebieten in West- und Osteuropa, Kriegsgefangene und ab 1944 auch KZ-Häftlinge aus Ravensbrück und Sachsenhausen. Ein Wohnbarackenlager zur Unterbringung von etwa 350 „auswärtigen Arbeitern“ befand sich auf dem Gelände der heutigen Kleingartenkolonie „Pferdemarkt“.
Cornelia Ganz ist Mitarbeiterin des Berliner Forums für Geschichte und Gegenwart e.V. Sie war maßgeblich an der Konzeptionierung und Gestaltung des „Pfades der Erinnerung“ beteiligt.

Bitte beachten Sie, dass der “Plötzenseer Abend” wegen des Himmelfahrtsfestes (26. Mai) eine Woche früher als gewohnt stattfindet.

Donnerstag,
19.05.2022
—— 18.30
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Plötzenseer Abend
Ökumenisches Friedensgebet
Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum, Heckerdamm 230, 13627 Berlin

Donnerstag,
19.05.2022
19.30

Vortrag Cornelia Ganz:
“Zwangsarbeiterlager in Charlottenburg-Nord – ein erstes Arbeitsergebnis”

Ev. Gedenkkirche Plötzensee
In Innenräumen bitten wir um das Tragen einer FFP 2 Maske.